Es reit der Herr von Falkenstein

Wanderlied
Text: Volkslied
Melodie: Volkslied (16Jahrh.)

1. Herr von Falkenstein wohl über ein breite Heide Was sieht er an dem Wege stehn ein Mädel mit weißem Kleide
2. Wohin wonaus du schöne Magd was macht ihr hier alleine Wollt ihr die Nacht mein Schlafbuhle sein so reitet ihr mit mir heime
3. Mit euch heimreiten das tu ich nicht kann euch doch nicht erkennen ich bin der Herr von Falkenstein und tu mich selber nennen
4. Seid ihr der Herr von Falkenstein derselbe edle Herre so will ich euch bitten um´n Gefangnen mein den will ich haben zur Ehe
5. Den Gefangnen mein den geb ich dir nicht im Turm muß er verfaulen Zu Falkenstein steht ein tiefer Turm wohl zwischen zwei hohen Mauren
6. Steht zu Falkenstein ein tiefer Turm wohl zwischen zwei hohen Mauren so will ich an die Mauren stehn und will ihm helfen trauren
7. Sie ging den Turm wohl um und wieder um Feinslieb bist du darinnen und wenn ich dich nicht sehen kann so komm ich von meinen Sinnen
8. Sie ging den Turm wohl um und wieder um den Turm wollt sie aufschließen Und wenn die Nacht ein Jahr lang wär keine Stund tät mich verdrießen
9. Ei dürft ich scharfe Messer tragn wie unsers Herrn sein Knechte ich thät mit m Herrn von Falkenstein um meinen Herzliebsten fechten
10. Mit einer Jungfrau fecht ich nicht das wär mir immer ein Schande ich will dir deinen Gefangenen gebn zieh mit ihm aus dem Lande
11. Wohl aus dem Land da zieh ich nicht hab Niemand was gestohlen< und wenn ich was hab liegen lahn so darf ichs wieder holen

Noten und Texte — pdfmidi

Die erste Melodie dieses Volksliedes „Es reit der Herr von Falkenstein” wurde 1539 aufgezeichnet, die zweite Melodie schrieb Ludwig Erk, (1856).

Melodie